1. Herren: Wuppertal-Krimi mit Happy-End!

von Dieter Kral Team

Markus "Gazelle" Tenschert

Markus Tenschert sicherte durch sein überragendes Match den wichtigen 8. Punkt

Sportlicher Schauplatz beim Duell der Tischtennis-Bezirksklasse (Gruppe 6) war für das 1. Herrenteam des Kettwiger Sportvereins diesmal die Turnhalle Haarhausen in Wuppertal. Bereit zum Kräftemessen stand für die Gäste aus der Gartenstadt der Tabellendritte der Liga, die Landesliga-Reserve des TSV Fortuna Wuppertal.

Die personelle Ausgangssituation: Beide Kontrahenten mussten auf ihre etatmäßige Nr. 2 verzichten. Bei den Kettwigern wurde das Fehlen von Felix Tondorf mit Alexander Kraft, Nr. 1 der 2. Kettwiger Mannschaft – wie sich später heraus stellte - bestens „verkraftet“. Allerdings war bei den Gästen zusätzlich noch Paul Berger zu ersetzen, der wohl längere Zeit ausfallen wird. Für ihn rückte wiederholt Markus Tenschert ins Team nach, der mit Kraft auch das Doppel 3 stellte.

Das Duo sorgte mit dem hart erkämpften 11:8 im 5. Satz dafür, dass der Start in die Begegnung nicht völlig daneben ging: Nach den 3 Anfangsdoppeln und dem ersten Match im Einzel lagen die Kettwiger 1:3 zurück. Danach drehten sie den Spieß um und erkämpften sich durch Robert Vollmer (12:10 im 5. Satz), Marco Kullik (11:5 im Entscheidungssatz), Simon Fabig (3:1) und Markus Tenschert (15:13 im 5. Satz) eine zwischenzeitliche 5.3 Führung. Vollmer (3:1) und Fabig (11:8 im Entscheidungssatz) hielten mit der 7:5 Führung der Kettwiger die Flamme weiter am Kochen.

Das gesamte Match schien auf der Kippe zu stehen, als sowohl Kullik (9:11) als auch Kraft (5:11) ihre Einzel im entscheidenden 5. Satz verloren.

Beim Stande von 7:7 behielt Tenschert im letzten Einzel der Partie die Nerven, drehte einen 0:1 Satzrückstand erfolgreich und sicherte seinem Team jeweils mit Siegen in den nächsten Durchgängen zu 6, 9 und 5 bereits das Remis.

Das Schlussdoppel, das den Kettwigern die Entscheidung über Remis oder Sieg bringen musste, war dann an Dramatik nicht mehr zu überbieten:

Den ersten Satz gab Kettwig unglücklich mit 10:12 ab, der nächste wurde zu 6 gewonnen, Satz Nr. 3 „schnappte“ sich die Fortuna und soeben kämpfte sich Kettwig mit 11:9 in den Entscheidungssatz hinein…. Hier erlebten alle, Gäste wie Gastgeber ein totales Wechselbad der Gefühle. Am Ende hatten die Kettwiger ihr „Happy End“: Mit 12:10 war der Siegpunkt geschafft.

Wie ausgeglichen die Partie, die insgesamt an die 4 Stunden dauerte, verlief, belegt die Tatsache, dass die Hälfte aller 16 ausgetragenen Spiele über die volle Distanz von 5 Sätzen ging! Die Freude über den schwer erkämpften doppelten Punktgewinn macht Mut für die restlichen Spiele der Hinrunde! Mit dem unerwarteten Erfolg hat sich das 1. Herrenteam des KSV vorerst um 2 Plätze auf Rang 6 verbessert. Es handelt sich hierbei um den (von unten gesehenen) ersten Tabellenplatz, der in dieser Saison n i c h t vom erhöhten Abstieg (aufgrund der Reduzierung der Gruppen im Bezirk) bedroht ist.

Auch wenn man bei dem knappen Erfolg von einer der stärksten Mannschaftleistungen der bisherigen Saison sprechen kann, sollten die „Kettwiger Spieler des Tages“ nicht unerwähnt bleiben: Hier sind sowohl Robert Vollmer als auch „Edel-Reservist“ Markus Tenschert zu nennen, die gemeinsam an 6 Zählern des Teams beteiligt waren - mit jeweils 2 Einzelsiegen und dem Erfolg im Doppel  (mit ihren Partnern Michael Frieg bzw. Alexander Kraft)!

Als „Zünglein an der Waage“ kann man das mittlere Paarkreuz der Kettwiger bezeichnen: Während in den beiden anderen Paarkreuzen und im Doppel jeweils ein ausgeglichenes Punkteverhältnis von 2:2 erzielt wurde, erarbeiteten sich Simon Fabig und Marco Kullik mit ihren insgesamt 3:1 Einzelsiegen den 2-Punkte-Vorsprung, der letztendlich zum rechnerischen Gesamtsieg der Mannschaft beitrug.

Ob sich der tolle Trend auch in den letzten Spielen der Hinrunde fortsetzen lässt, wird sich bereits am Samstag 17. November um 18.30 Uhr (Turnhalle Mintarder Weg 43) im Match gegen TTF Schwelm II (Tabellenneunter)

zeigen. Die Gäste verfügen mit Bonk über eine starke Nr. 1, die nach ihrem QTTR-Wert um 19 Punkte vor dem Kettwiger Spitzenspieler Vollmer liegt. Man sollte sich also wieder auf einen Kampf auf Augenhöhe einstellen, bei dem aber der Heimvorteil  mit großem Kettwiger Tischtennis-Fanblock den Ausschlag geben könnte.

Text: Reiner Forstmann   Fotos: Dieter Kral

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